Für eine enkeltaugliche Zukunft

Die Weltbevölkerung lebt auf großem Fuß. Innerhalb von acht Monaten haben wir unser gesamtes Budget an erneuerbaren Ressourcen für ein ganzes Jahr aufgebraucht. Am 8. August hatte die Weltbevölkerung bereits mehr Ressourcen für Nahrung, Wasser oder Energie verbraucht, als die Erde im gesamten Jahr regenerieren kann. Für den Rest des Jahres lebe die Menschheit von den Reserven des Planeten, dies hat der Umweltschutzverband WWF errechnet.
Damit ist das Konto der Erdbevölkerung noch ein bisschen früher ins Minus gerutscht als 2015. „Wir müssen endlich einen Weg finden, in den natürlichen Grenzen unseres Planeten zu leben und zu wirtschaften“, sagt WWF-Vorstand Eberhard Brandes. Bei ihrem jetzigen Lebensstandard verbraucht die Bevölkerung der Welt 1,6 Erden pro Jahr. Würden alle Länder so wirtschaften wie die Deutschen, wären dafür 3,1 Erden notwendig.
Wir wirtschaften so als wenn es keine Zukunft gäbe. Aber wir müssen auch an unsere Nachkommen denken, die auch ein gutes Leben auf unserem Planeten verdienen.
Unser Ziel muss eine enkeltaugliche Zukunft sein.

EnergiewendeDas Problem ist erkannt und in allen Stellungnahmen der Politiker wird angekündigt, dass wir den Weg der Energiewende gehen wollen. Aber die konservativen Kräfte, allen voran Wirtschaftsminister Gabriel, haben eine zu große Macht und bremsen den konsequenten Weg in die Energiewende aus. Im Herbst hatte die Bundesumweltministerin Hendricks einen Klimaschutzplan vorlegt, der das Ziel, dass wir auf der Klimakonferenz in Paris versprochen haben, erreichen soll. Dafür hat sie aber einen großen Gegenwind der Kabinettskollegen bekommen und der Klimaschutzplan wurde drastisch zusammengestrichen. So werden wir die Klimaziele nicht erreichen können.

Jeder Bundesbürger hat einen durchschnittlichen CO2-Fußabruck von 11,9 Tonnen CO2 pro Jahr, so hat es das Umweltbundesamt berechnet. Damit leben wir auf viel zu großem Fuß. Den größten Teil der Emissionen verursacht mit rund 4,5 Tonnen der Konsum, also der Verbrauch von Waren, Gütern und Dienstleistungen. Aber auch die Ernährung, Mobilität sowie Heizung und Strom gehen wesentlich zu Lasten des CO2-Fußabdrucks.
Für das Erreichen das Klimaziel und eine nachhaltige und enkeltaugliche Zukunft müssen wir unseren CO2-Ausstoss bis zum Jahr 2050 auf eine Tonne CO2 reduzieren.
Das wird nur funktionieren, wenn wir schnell aus der Kohleverstromung aussteigen und eine Energieversorgung aus weitgehend regenerativen Quellen aufbauen.

Neben der Politik, die den Weg der Energiewende konsequent lenken muss, ist aber auch jeder Bürger gefragt. Jeder kann etwas dazu tun, seinen CO2-Fußabdruck zu senken:

  • muss wirklich jeder Weg mit einem Automobil zurückgelegt werden?
    Ist es nicht viel gesünder und entspannter zu Fuß zu gehen oder mit dem Fahrrad zu fahren?
    Der öffentliche Nahverkehr bietet viele Möglichkeiten umweltfreundlich zu reisen. In Bus und Bahn können Sie gemütlich die Tageszeitung lesen und müssen sich nicht über Staus ärgern.
  • müssen wir wirklich so viel Fleisch essen?
    Für die Produktion von Fleisch wird bedeutend mehr CO2 ausgestoßen als für andere Lebensmittel. Außerdem ist die Massenproduktion von Fleisch weder gut für die Tiere noch für die Qualität des Lebensmittels Fleisch.
  • brauchen wir wirklich alle Gegenstände, die wir kaufen?
    Kann man eine Bohrmaschine nicht genauso gut beim Nachbarn leihen? Dafür darf der Nachbar dann Gegenstände bei uns ausleihen. Viele Haushaltsgeräte werden nur wenige Stunden im Jahr benötigt.
  • kann der Energieverbrauch meines Hauses gesenkt werden?
    Ein gut gedämmtes Haus spart nicht nur Heizungsenergie, wärmere Fenster und Wände erhöhen die Behaglichkeit in der Wohnung. Allerdings sollte man darauf achten, mit welchen Baustoffen das Haus gedämmt werden soll. So hat zum Beispiel Styropor eine schlechte Energiebilanz und ist nur schwer wieder zu entsorgen.
  • sollte die alte Heizung nicht gegen eine neue moderne und energiesparende Heizung ausgetauscht werden?
    Viele Heizkessel in unseren Kellern sind über 20 Jahre alt. Eine neue Heizung kann leicht 30 Prozent Energie einsparen.
  • kann die Energie der Sonne für mein Haus genutzt werden?joerg-auf-dem-dach
    Die Sonnenenergie kann in fast jeder Heizung genutzt werden und so um die 20 Prozent Energie sparen.
    Eine Photovoltaikanlage erzeugt umweltfreundlichen Strom. So werden Sie zum Energieversorger für sich und auch für die Nachbarschaft.
  • wieso nicht mit der Heizung auch Strom erzeugen?
    Es gibt mittlerweile ein großes Angebot von Kraft-Wärme-Kopplung auch für das Einfamilienhaus, sei es mit einem Stirlingmotor oder mit einer Brennstoffzelle. Ganz neu ist eine stromerzeugender Heizkessel mit Holzpellets.

Die Energiewende bedeutet nicht Verzicht. Wir müssen umdenken und uns an umweltfreundlichen Lösungen erfreuen. Nur so können wir unseren Enkeln und Enkelkindern eine gute Zukunft bauen.

Dies ist ein Beitrag für die Energiekolumne der Zeitung Vestimmo

Über Karl-Heinz Hüsing

Die SWB GmbH hat sich zur Aufgabe gemacht, bei der Planung nachhaltiger haustechni-scher Anlagen zu helfen und berät über die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten heutiger Energiespartechniken in Verbindung mit baubiologischer Haustechnik. Als Handwerksbetrieb in den Gewerken Heizung, Sanitär und Elektroinstallation deckt die SWB GmbH das gesamte Spektrum der energiesparenden Haustechnik ab. Wir stehen vor der Herausforderung auf nachhaltige/regenerative Energiequellen umzu-steigen. Die Nutzung von Atomenergie lehnt die SWB GmbH als gefährliche umweltver-nichtende Technologie ab. Ein schneller Umstieg auf eine Energieversorgung aus erneuerbaren Energien muss das Ziel sein. Für diesen Umstieg ist die SWB GmbH der fachkompetente und erfahrene An-sprechpartner. Gegründet wurde die SWB GmbH 1980. Mit über 35 Jahren Erfahrung in der Solartechnik ist die SWB GmbH ein Pionier der erneuerbaren Energien in Deutschland. Die SWB GmbH ist ein selbstverwalteter Betrieb. Alle Mitarbeiter sind an den strategi-schen Entscheidungen beteiligt.
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